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Staupe bei Hunden

Staupe bei Hunden: Symptome, Infektion und Prävention im Detail

Die Staupe beim Hund ist eine hochansteckende Virusinfektion bei Hunden. Das Canine Staupevirus verursacht schwere Krankheitsverläufe – vor allem bei jungen, ungeimpften Hunden. Die Sterblichkeitsrate ist hoch.

Es handelt sich um eine weltweit verbreitete Viruskrankheit ohne spezifische Behandlung. Die Staupe bleibt trotz Impfungen eine gefürchtete Hundeseuche.

Was ist Staupe beim Hund?

Staupe ist eine hochansteckende Virusinfektion bei Hunden. Sie greift mehrere Organsysteme an und kann lebensbedrohlich sein.

Ursachen und Übertragung

Die Hauptursache der Staupe bei Hunden ist das hochansteckende Canine Staupevirus. Es gehört zur Familie der Paramyxoviren – derselben Virusfamilie wie das Masernvirus. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperausscheidungen infizierter Hunde.

Staupe-Viren können auch über die Luft sowie kontaminierte Oberflächen und Gegenstände übertragen werden. Risikofaktoren sind mangelnde Impfung, hohe Hundepopulationsdichte und Umgang mit Füchsen oder Waschbären.

Ungeimpfte Hunde sind besonders gefährdet, da das Virus hochgradig infektiös ist. Welpen und Junghunde ohne vollständigen Impfschutz haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe.

Risikofaktoren

Junge, ungeimpfte Hunde haben ein höheres Risiko für Staupe. Mangelhafte Hygiene und enger Kontakt zu anderen Hunden erhöhen die Ansteckungsgefahr. Eine schwache Immunabwehr, Stress oder Mangelernährung begünstigen eine Infektion.

Streunerhunde, Zwingeranlagen und Transportfahrzeuge bergen Infektionsrisiken.

Ansteckend bleibt ein infizierter Hund über mehrere Wochen. Staupe überträgt sich durch direkten Kontakt oder TröpfcheninfektionVirus-Rückstände auf Gegenständen können die Erkrankung wochenlang übertragen.

Symptome einer Staupe-Infektion beim Hund

Staupe manifestiert sich in verschiedenen Formen beim Hund. Die Symptome reichen von gastrointestinalen Beschwerden über neurologische Auffälligkeiten bis hin zu Atemwegs- und Hautproblemen.

Magen-Darm-Form von Staupe

Bei der Magen-Darm-Form treten schwere Durchfälle auf. Fieber, Erbrechen sind weitere Symptome. Hunde verlieren häufig den Appetit, werden apathisch. Die Infektionsgefahr ist durch Kontakt mit Ausscheidungen extrem hoch.

Die Magen-Darm-Form gilt als besonders gefährlich für WelpenFlüssigkeitsmangel infolge der Diarrhö gefährdet ihr Leben. Dehydration tritt schnell ein, eine rasche Behandlung ist entscheidend.

Nervöse Form der Staupe

Die nervöse Form der Staupe manifestiert sich als Entzündung des Gehirns und Rückenmarks. Betroffene Hunde zeigen neurologische Symptome – Krämpfe, Lähmungen, Zittern, Kreislaufen.

Teilnahmslosigkeit, Schielen, Erbrechen sind ebenfalls möglich. Diese Form tritt meist nach zwei bis drei Wochen auf, wenn das Virus ins Nervensystem vorgedrungen ist. Die Prognose ist bei der nervösen Verlaufsform ungünstig.

Anormales Verhalten, Muskelzuckungen, Gleichgewichtsstörungen sind häufige Anzeichen einer Nervenbeteiligung. Betroffene Tiere leiden an Bewusstseinstrübungen, Krampfanfällen, Lähmungserscheinungen.

Lungenform

Bei der Lungenform kommt es zu schweren Lungenentzündungen. Rassige Hunde sind besonders anfällig. Symptome sind Husten, Nasenausfluss, Atemnot. Betroffene Hunde leiden unter Sauerstoffmangel.

Ohne Behandlung kann die Lungenform tödlich enden. Sie erfordert stationäre Betreuung, Infusionen, Sauerstoffzufuhr. Bronchopneumonie und Sekundärinfektionen sind häufige Komplikationen.

Diese Form gilt als sehr gefährlich.

Hautform

Bei Staupe kann die Hautform ebenfalls auftreten. Charakteristische Symptome sind Hautknötchen, Krusten sowie nässende Ekzeme – besonders im Gesicht und an Ballen. Diese Hautveränderungen sind auf eine gestörte Immunabwehr zurückzuführen.

Die Haut ist anfällig für sekundäre bakterielle Infektionen.

Generalisierte Demodikose – eine übermäßige Vermehrung von Haarmilben – ist häufig. Betroffene Hunde verlieren großflächig Haare, die Haut wird knotig und schuppig. Frühzeitige Behandlung ist essenziell, um Komplikationen vorzubeugen.

Diagnose und Behandlung von Staupe beim Hund

Diagnose und Behandlung von Staupe beim Hund umfassen zunächst eine symptomatische Therapie – Fiebersenkung, Flüssigkeitsaufnahme, Kontrolle von Krämpfen und Atemunterstützung sind entscheidend.

Antibiotika bekämpfen bakterielle Sekundärinfektionen, Antikörperkonzentrate helfen bei schweren Verläufen. Lese mehr, um deinen Hund bestmöglich vor dieser gefährlichen Virusinfektion zu schützen.

Symptomatische Behandlung

Es gibt keine spezifische Behandlung gegen Staupe. Die symptomatische Therapie zielt darauf ab, Komplikationen zu vermeiden. – Flüssigkeitsersatz und Ernährungsunterstützung sind entscheidend.

Fieberhafte Hunde benötigen KühlungBeruhigungsmittel können Krampfanfälle lindernAntibiotika bekämpfen sekundäre bakterielle Infektionen.

Die Staupe selbst ist nicht behandelbar – man kann nur die Symptome mildern. Unterstützende Pflege ist entscheidend: gute Ernährung, Flüssigkeitszufuhr und Schmerzlinderung. Isolierung verhindert Übertragung auf andere Hunde.

Antibiotika

Antibiotika spielen eine unterstützende Rolle bei der Behandlung von Staupe. Sie bekämpfen bakterielle Sekundärinfektionen, die infolge der geschwächten Immunabwehr auftreten können.

Breitbandantibiotika werden häufig eingesetzt, da Staupe verschiedene Organsysteme betrifft.

Mit Antibiotika allein heilt Staupe jedoch nicht. Das Virus selbst lässt sich damit nicht bekämpfen. Staupeerkrankte Hunde benötigen zusätzlich eine intensive Symptombehandlung – Flüssigkeitsersatz, Schmerzmittel, Beruhigungsmittel.

Antikörperkonzentrate

Antikörperkonzentrate sind eine Behandlungsoption für Hunde mit Staupe. Sie bestehen aus Antikörpern, die vom Körper gesunder Hunde gewonnen werden. Diese Antikörper unterstützen das geschwächte Immunsystem des infizierten Hundes im Kampf gegen das Virus.

Allerdings ersetzen Antikörperkonzentrate keine Impfung – sie lindern lediglich die Symptome.

Verabreicht werden sie intravenös oder subkutan. Ihr Einsatz erfolgt meist zusätzlich zu Antibiotika und symptomatischen Therapien. Bei schweren Verläufen können Antikörperkonzentrate die Überlebenschancen erhöhen.

Prognose und Spätfolgen von Staupe beim Hund

Die Prognose bei Staupe hängt von der Schwere der Symptome und dem Immunstatus des Hundes ab. Komplikationen wie Gehirnschäden, Anfälle oder Lungenschäden können auftreten, selbst nach einer vermeintlichen Genesung.

Heilungschancen bei Staupe

Die Heilungschancen hängen von mehreren Faktoren ab – Alter des Hundes, Schweregrad der Infektion und Reaktion auf die Behandlung. Welpen und junge Hunde haben oft schlechtere Überlebenschancen.

Eine frühzeitige Behandlung erhöht die Heilungsaussichten erheblich. Leider verläuft die Staupe in vielen Fällen tödlich – besonders bei schweren Verläufen. Selbst beim Überleben können Spätfolgen wie Lähmungen oder Krampfanfälle auftreten.

Ungeimpfte Tiere erkranken in der Regel schwerer an Staupe. Eine vollständige Impfung bietet den besten Schutz. Gute Pflege und unterstützende Behandlung während der Krankheit verbessern ebenfalls die Prognose.

Mögliche Spätfolgen

Staupe kann gravierende Spätfolgen hinterlassen. Oft bleiben chronische AtemwegserkrankungenEpilepsie oder Zahnprobleme zurück. Betroffene Hunde erleiden häufig Gehör- und Sehstörungen – manche erblinden sogar.

Nervenlähmungen, Lähmungen und Anfälle sind keine Seltenheit. Fruchtbarkeit, Immunsystem und Lebenserwartung leiden oft dauerhaft.

Manche Hunde erholen sich nie vollständig. Immer wieder kommen Rückfälle vor. Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten und Demenz können Folgen sein. Zwingerhusten, Nervenerkrankungen oder Hautprobleme quälen viele Überlebende ihr Leben lang.

Vorbeugung von Staupe beim Hund

Regelmäßige Impfung ist der effektivste Weg, Staupe bei Hunden zu verhindern. — Durch die Grundimmunisierung im Welpenalter und anschließende Auffrischungen wird der Hund bestmöglich geschützt.

Impfung gegen Staupe

Eine Staupe-Impfung ist der effektivste Weg, Hunde vor dieser gefürchteten Virusinfektion zu schützen. Sie sollte jährlich aufgefrischt werden, um einen anhaltenden Immunschutz zu gewährleisten.

Durch konsequente Impfungen wird eine Herdenimmunität erreicht – entscheidend, um die Ausbreitung zu stoppen.

Der Impfstoff enthält abgeschwächte oder inaktivierte Staupeviruszellen. Er regt das Immunsystem an, spezifische Antikörper gegen das Virus zu bilden. Mögliche Nebenwirkungen sind gering und vorübergehend.

Vermeiden von Risikofaktoren

Die Staupe ist eine hochansteckende Virusinfektion. Risikofaktoren müssen vermieden werden, um Hunde zu schützen.

  • Kontaktvermeidung mit infizierten Artgenossen. Staupe wird durch Tröpfcheninfektion übertragen – Niesen, Husten, Speichel.
  • Fernhalten von fremden Ausscheidungen. Viren können über Kot, Urin von erkrankten Tieren aufgenommen werden.
  • Desinfektion potentieller Ansteckungsquellen. Spielzeuge, Decken, Futter-/Wassernäpfe gründlich reinigen.
  • Hundebegegnungsareale meiden. Parks, Hundeauslaufzonen, wo viele Vierbeiner zusammenkommen, sollten gemieden werden.
  • Quarantäne bei Verdacht. Sofortiger Kontaktabbruch zu anderen Hunden bei Krankheitssymptomen.
  • Impfungen nicht vernachlässigen. Regelmäßige Schutzimpfungen schützen zuverlässig vor Ansteckung.
  • Hygieneregeln beachten. Gründliche Händereinigung nach jedem Hundekontakt. Wunden abdecken.
  • Aufenthaltsortwechsel unterlassen. Infizierte Tiere nicht unkontrolliert verlagern/transportieren.

Zusammenfassung und Fazit

1. Zusammenfassend lässt sich sagen, die Hundestaupe ist eine äußerst gefährliche Virusinfektion.

2. Das hoch ansteckende Canine Distemper Virus greift das Immunsystem an. „Dieses Paramyxovirus befällt verschiedene Körperzellen und Gewebe wie Lunge, Gehirn und Darmtrakt.

Die Infektionsfolgen sind oft schwerwiegend bis tödlich.“.

3. Sicherheit und Transparenz sind oberste Priorität. Hundehalter müssen genau über Symptome, Übertragungswege und Risiken aufgeklärt werden. Eine regelmäßige Impfung ist unerlässlich, da es keine Heilung für Staupe gibt.

4. Meide Kontakt mit kranken Tieren. Beachte strikte Hygienemaßnahmen wie Desinfektion. Bei Verdacht sofort einen Tierarzt aufsuchen!

5. Die Vorteile der Impfung überwiegen klar die minimalen Risiken. Impfstoffe schützen zuverlässig vor dieser potenziell tödlichen Virusinfektion. Nebenwirkungen sind sehr selten und harmlos.

6. Angesichts der hohen Sterblichkeit und schweren Folgeschäden ist eine frühzeitige Grundimmunisierung aller Hunde zwingend erforderlich. Eine regelmäßige Auffrischung sichert den bestmöglichen.

Häufig gestellte Fragen zu Staupe

Was sind die Hauptsymptome der Staupe bei Hunden?

Staupe-Symptome bei Hunden umfassen Fieber, Husten, Augen- und Nasenausfluss, Durchfall – oft verbunden mit Atembeschwerden, Bindehautentzündung und Mandelentzündungen. Spätfolgen können Nerven- und Gehirnschäden sein.

Wie wird die Staupe übertragen?

Die hochansteckende Viruskrankheit wird durch das Hundestaupevirus aus der Familie der Paramyxoviridae verursacht. Sie überträgt sich durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Tiere oder deren Ausscheidungen.

Welche Organe werden durch die Staupe angegriffen?

Das Staupe-Virus greift vor allem das lymphatische Gewebe, die Atemwege und das Nervensystem an. Es schwächt das angeborene Immunsystem und führt zu Infektionen der Atemwege, Bronchitis, Lungenentzündung und Gehirnentzündung.

Gibt es eine Verbindung zwischen Staupe und Parvovirose?

Nein, Staupe und Parvovirose sind unterschiedliche Viruserkrankungen – obwohl beide das Immunsystem schwächen. Parvovirose wird durch ein anderes Virus verursacht und greift vor allem den Darmtrakt an.

Wie kann man Hunde vor Staupe schützen?

Regelmäßige Impfungen bieten den besten Schutz vor einer Staupe-Infektion. Welpen erhalten die Grundimmunisierung, für erwachsene Hunde sind Auffrischungsimpfungen wichtig. Ungeimpfte Hunde sollten keinen Kontakt zu anderen Hunden haben.

Gibt es eine Verbindung zwischen Staupe bei Hunden und Katzen?

a, die Katzenstaupe (Panleukopenie) wird durch ein eng verwandtes Virus ausgelöst. Beide Erreger gehören zur Gattung Morbillivirus. Katzen können sich jedoch nicht bei Hunden mit Staupe anstecken.

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Sabine Reincke
Sabine Reincke

Sabine Reincke: Einer erfahrenen Expertin in der Hundeerziehung. Mit über 15 Jahren Erfahrung, darunter 10 Jahre in der DRK Rettungshundestaffel und als Mantrailer, kombiniert Sabine tiefgreifendes Fachwissen mit praktischer Erfahrung. Derzeit vertieft sie ihre Kenntnisse in einer Hundetrainer-Ausbildung und ergänzt dies durch diverse Fachseminare. Als ausgebildete Sanitäterin und durch ihre Präsenz in der Presse ist Sabine eine anerkannte Autorität im Bereich Hunde.

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